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Leseversion · PSCoat für Gewerbeimmobilien

PSCoat für Gewerbeimmobilien und technische Anlagen: Wärmedämmung ohne Bauzeitverlängerung

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Betreiberin dieser Seite und Anbieterin der hier beschriebenen Beschichtung PSCoat sind dasselbe Unternehmen, die Zurynski, Oezdogan & Co GmbH – das legen wir an dieser Stelle offen, bevor das Produkt im Text vorkommt. Für Gewerbeimmobilien und technische Anlagen, wie sie oben beschrieben sind, bietet PSCoat eine dünnschichtige Beschichtung, die direkt auf Fassaden, Dächer oder Anlagenteile aufgetragen wird, statt als Dämmplatte oder -matte montiert zu werden. Das kann bei laufendem Betrieb oder unter beengten Platzverhältnissen ein Vorteil gegenüber einem klassischen Dämmaufbau sein, weil weder zusätzlicher Bauraum noch eine lange Standzeit für Gerüst oder Anlagenstillstand eingeplant werden muss. Technische Datenblätter und einen Ansprechpartner für gewerbliche Projekte hält die Anbieterseite von PowerSmartCoat bereit.

Energetische Sanierung im Bestand steht bei Gewerbeimmobilien und technischen Anlagen regelmäßig vor demselben Problem: Klassische Dämmsysteme brauchen Platz, Zeit und häufig eine Betriebsunterbrechung. Ein komplettes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) kostet laut Marktbeobachtungen im Schnitt rund 120 bis 160 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche, wovon der Arbeitslohn häufig etwa die Hälfte ausmacht – Gerüststellung, Verdübelung, Armierung und mehrlagiger Putzaufbau summieren sich zu Standzeiten von mehreren Wochen. Bei Rohrleitungen, Kesseln oder Tankanlagen ist eine klassische Dämmung mit Platten- oder Mattenmaterial ohne Teilstillstand der Anlage oft gar nicht montierbar. PSCoat, eine nanotechnologiebasierte Dünnschicht-Wärmedämmung, ist für genau diese Fälle konzipiert: Nach Angaben des Herstellers wird sie mit einer Schichtstärke von 1,5 bis 3 mm appliziert – wie eine Beschichtung, nicht wie ein Bauteil.

Drei Einsatzfelder
Fassaden im Bestand
Bei Bestandsgebäuden mit denkmalrechtlichen Auflagen, engen Grundstücksgrenzen oder einer Fassadenansicht, die erhalten bleiben soll, scheidet ein klassisches WDVS häufig bereits aus planungsrechtlichen Gründen aus: Mehrere Zentimeter zusätzlicher Wandaufbau verschieben Abstandsflächen und verändern das Erscheinungsbild. Die geringe Schichtstärke von PSCoat lässt Kubatur und Fassadenoptik weitgehend unangetastet.

Dächer und Dachböden
Auch bei Dach- und Dachbodendämmung gilt: Wo eine nachträgliche Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung aus statischen oder Höhengründen nicht infrage kommt, bietet eine dünn aufgetragene Beschichtung eine Alternative, die ohne zusätzliche Unterkonstruktion auskommt.

Technische Anlagen
Rohrleitungen, Behälter, Tanks und Kessel lassen sich mit PSCoat beschichten, ohne dass die Anlage für die Montage von Dämmschalen demontiert werden muss. Das ist vor allem dort relevant, wo Anlagen nur in kurzen, betrieblich vorgegebenen Zeitfenstern für Wartungsarbeiten zugänglich sind.

Vergleich zum klassischen Aufbau

KriteriumKlassisches WDVS / DämmschalePSCoat
Schichtstärkeca. 12–20 cm (Fassade)1,5–3 mm
MontageprinzipPlattenmontage, Verdübelung, Armierung, PutzaufbauBeschichtungsauftrag
Eingriff in Anlagenbetriebhäufig Stillstand oder Teildemontage nötigin der Regel im laufenden Betrieb möglich
Veränderung der Bauteilansichtdeutlich sichtbargering

Für Bauleiter bedeutet das vor allem: weniger Gewerke-Schnittstellen, kein zusätzliches Gerüststandzeitrisiko für die Dämmebene und keine Abstimmung mit Statik oder Abstandsflächenrecht, die bei mehreren Zentimetern zusätzlicher Wandstärke sonst erforderlich werden kann.

Energieersparnis
Nach Herstellerangabe liegt die Energieersparnis bei der Dämmung von Fassaden und Dachböden mit PSCoat in der Regel bei einem spürbaren, aber nicht bezifferten Anteil; Zahlen dazu stammen ausschließlich vom Anbieter selbst und sind nicht extern geprüft. Wie bei jeder Dämmmaßnahme hängt der tatsächliche Effekt im Einzelfall von der vorhandenen Bausubstanz, der Anlagentechnik und dem Nutzerverhalten ab. Für eine belastbare Einordnung im konkreten Objekt – etwa im Rahmen einer Sanierungsplanung nach den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes bzw. seit Juli 2026 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) – empfiehlt sich eine objektbezogene Berechnung durch einen Energieberater oder Planer.

Relevanz für Ausschreibung und Vergabe
Öffentliche und viele private Ausschreibungen sind grundsätzlich produktneutral zu formulieren; eine Bezugnahme auf ein bestimmtes Produkt ist nur ausnahmsweise zulässig und dann in der Regel mit dem Zusatz „oder gleichwertig“ zu versehen. Wer PSCoat aufgrund seiner geringen Aufbauhöhe konkret in eine Leistungsbeschreibung aufnehmen möchte, sollte diesen technischen Grund dokumentieren und beim Hersteller die produktbezogenen Nachweise anfordern: technische Datenblätter, Verarbeitungsrichtlinien und Angaben zur Eignung für das jeweilige Bauteil. Wie bei jedem Sonderbauprodukt ist die bauphysikalische Eignung objektspezifisch zu prüfen, insbesondere im Zusammenspiel mit Feuchteschutz und Anschlussdetails.

Fazit für die Praxis
Für Bauleiter, Facility Manager und Sachverständige, die Dämmmaßnahmen an Bestandsgebäuden oder technischen Anlagen ohne lange Bauzeitverlängerung oder Betriebsunterbrechung umsetzen müssen, ist eine Dünnschichtlösung wie PSCoat ein Prüfungswert – besonders dort, wo Platz, Zeitfenster oder denkmalrechtliche Vorgaben ein klassisches WDVS ausschließen.

Faktenlage

Kosten und Arbeitslohnanteil eines klassischen WDVS: aus öffentlich zugänglichen Marktbeobachtungen (Fachportale), keine amtliche Primärquelle.
Technische Angaben zu PSCoat (Schichtstärke, Verarbeitungsprinzip): ausschließlich Herstellerangaben des Anbieters, nicht unabhängig geprüft.
Energieersparnis: Der Anbieter nennt dazu keine belastbare Zahl, und unabhängig geprüfte Messwerte liegen für das Produkt nicht vor. Eine Einsparquote lässt sich daraus nicht ableiten.